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eBooks und Datenschutz: neues Medium wirft neue Fragen auf Test

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    Technische Daten

    MarkeBeitrag

    Mit dem neuen eBook sind die Zeiten, in denen man einfach mal in den Buchladen ging, sich ein Werk aussuchte, dies an der Kasse gegen Bares auslöste und die Buchverkaufsstätte mit einer anonymen Tüte in der Hand wieder verließ, vorbei. Der Hauptumschlagplatz der neuen Buchform ist das Internet. Und rein ablauftechnisch ist es dabei unumgänglich, dass teils auch persönliche Daten wie Name, Adresse, Bankverbindung an den Buchhändler übertragen werden. Eine noch viel perfidere Datengefahr liegt in der Verbindung von IP-Adresse und den Suchanfragentracking-Möglichkeiten der Anbieter.

    Beitrag bei Amazon:

      Wie sicher sind die Daten auf unseren eBook-Readern?

      Die Datenschützer der Electronic Frontier Foundation haben den Umgang mit den Daten bestehender oder potenzieller Kunden einmal unter die Lupe genommen. Dazu setzten sie sich mit dem Datenverhalten von insgesamt neun eBook-Anbietern auseinander: Google, Kobo, Amazon, das Internet Archive, Barnes & Noble sowie Sony, Overdrive, IndieBound und der Adobe Content Server.

      Untersucht wurde unter anderem, inwieweit der Anbieter Suchanfragen trackt, was der Anbieter über den Verbleib eines gekauften Buchs erfährt und was mit den Daten der Kunden geschieht, die sich beim Anbieter während des Kaufvorgangs registriert haben. Außerdem stellte sich den Testern die Frage nach der Dateneinsicht und -löschung durch den User?

      Es wurde festgestellt, dass nur Adobe und das Internet Archive kein IP-Tracking durchführen. Noch bedenklicher war, dass gerade syncende Anbieter wie Amazon und Kobo sich nicht nur das gerade in den Leseprozess eingebundene eBook sowie die zuletzt in Augenschein genommene Textstelle merken. Sie speichern auch Markierungen und Notizen. Die Datenweitergabe an Dritte wird unterschiedlich gehandhabt.

      Google und Amazon nutzen die Nutzerdaten bloß für ihre mannigfaltigen Dienste oder zur Weitergabe an Behörden. Sony und Kobo allerdings leiten die Kundendaten auch an die Verleger weiter, sofern der Kunde deren elektronische Zeitschriften bezieht. Eine Einsicht und gar Löschung der eigenen Daten durch den Nutzer ist nur bei Kobo möglich. Alles in Allem konnten die Tester konstatieren, dass in puncto Datenschutz überall erheblicher Verbesserungsbedarf besteht; besonders in Hinblick auf Transparenz, Einsichtnahme- und Verwaltungsmöglichkeiten.

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